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Schloss-Schule Ilvesheim, Schule für Blinde und Sehbehinderte mit Internat, Sanierung der Küche und des Speisesaals

Bild: Speisesaal

Bild:  Eingelassene Leitlinien und Kreuzungspunkte als Sehhilfen im Bodenbelage

Bild: Küche

Bild: Außenansicht Speisesaal
Fotos:
Thomas Ott, Mühltal und
Amt Mannheim
 

  

Beschreibung

Geschichte der Schule

Die Anfänge der Staatlichen Schule für Blinde und Sehbehinderte in Ilvesheim reichen zurück bis ins Jahr 1868, als die Großherzoglich Badische Blindenerziehungs-Anstalt das Schloss in Ilvesheim bezieht. Zu diesem Zeitpunkt ist Ilvesheim die größte derartige Schule im Reichsgebiet. Im 20. Jahrhundert hat sich die Schule mit mehreren Neubauten auf dem Gelände erheblich weiter entwickelt.

Sanierung der Küche und des Speisesaals

Die bestehende Kantine für die Schloss-Schule Ilvesheim wird 1971 im Erdgeschoss von Wohnheim 2 eingerichtet. Nach 40 Jahren Nutzung ist die Sanierung aufgrund beträchtlicher hygienischer Defizite und veralteter, teils abgängiger technischen Anlagen dringend erforderlich. Zur Optimierung der betriebstechnischen Abläufe ist die Küche zu sanieren und in ihrem Grundriss neu zu organisieren. Es entsteht eine bauliche Trennung zwischen der reinen Bereiche mit Küche und Vorbereitung und des unreinen Spülbereichs. Neben der Erneuerung sämtlicher Küchengeräte, der Sanierung der Heizungs-, Kälte- und Sanitärtechnik der Küche erfolgt im Untergeschoss die Erweiterung der Lüftungstechnik. Im Speisesaal gelingt es, wesentliche Gestaltungsmerkmale aus der Entstehungszeit des Gebäudes in ein neues Konzept einzubinden. Die zeittypische, in einer freien Form vor die Gebäudeflucht schwingende Fassade wird unter Beibehaltung der ursprünglichen filigranen Teilung energetisch erneuert. Die neuen, raumhohen und bunten Akustikelemente integrieren die vorhandenen taktilen Terrakottareliefs wie selbstverständlich. Vor dem Hintergrund der sensorischen Anforderungen für Blinde und Sehbehinderte ist die Wegeführung im Speisesaal von besonderer Bedeutung. Unterstützt wird dies durch Leitlinien im Bodenbelag und eine darauf abgestimmte Lichtführung im Deckenbereich, die auf den Weg hinweisen. Neue Türöffnungen in der Glasfassade ermöglichen die Nutzung der Freifläche vor dem Speisesaal als Terrasse.


Projektbeteiligte

Bauherr und Projektleitung:
Land Baden-Württemberg vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg,
Amt Mannheim

Architekt:
Architektenpartnerschaft ap88, Heidelberg

Planung Heizung, Lüftung, Sanitär:
Ingenieurbüro Halter, Otterstadt

Planung Elektrotechnik:
tfi Ingenieure, Mannheim

Planung Küchentechnik:
vtechnik Planung GmbH, Gaggenau

Brandschutz:
TB Portillo GmbH, Edingen- Neckarhausen

Sicherheits- und Gesundheitskoordinator:
Ingenieurbüro Roland Beck, Hirschberg-Leutershausen

Gesamtbaukosten:
2,5 Mio. €

Bauzeit:
01/2011 – 04/2013

 Flyer 

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