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Hochschule Mannheim, Neubau Kompetenzzentrum Virtual Engineering

Bild: Cave Technik

Bild: Foyer

Bild: Multimedia Raum

Bild: Fensterfassade
Fotos:
Thomas Ott, Mühltal

  

Beschreibung

Die Idee des neuen Technologietransferzentrums geht auf eine langjährige Zusammenarbeit der Hochschule Mannheim mit dem weltweit führenden Landmaschinenhersteller John Deere zurück. Dabei wurde das seit 2004 existierende Virtual Reality Center der Hochschule Mannheim über die Jahre zu einem von Industrie- und Lehreinrichtungen genutzten Kompetenzzentrum ausgebaut. Das Kompetenzzentrum Virtual Engineering erhält nun ein eigenes, architektonisch anspruchsvolles und speziell auf die Nutzung zugeschnittenes Gebäude. Technisches Highlight des Neubaus ist eine sogenannte Mehrseiten-Cave. In diesem speziellen Raum, der eine dreidimensionale Darstellung in alle relevanten Blickwinkel erlaubt, erleben die Betrachter die von Computern generierten Gegenstände und Umgebungen als seien sie real. Mit dieser innovativen Technik können Firmenpartner ihre Entwicklungen bereits in einem sehr frühen Stadium testen und z.B. auf Montierbarkeit untersuchen. Die Hochschule Mannheim hat die Chance, ihre Forschung, Entwicklung und Lehre auf diesem Feld weiter auszubauen.

Neubau
Der vom Büro Staab Architekten auf dem Campus der Hochschule Mannheim geplante Neubau ist im Wesentlichen ein eingeschossiger Pavillon, dessen Hauptfunktionen ebenerdig angeordnet sind. Innerhalb der umlaufenden Glasfassade des Erdgeschosses sind die unterschiedlichen Nutzungen in massiven Kuben angeordnet und von der öffentlichen Foyer-, Flur- und Kommunikationszone umgeben. Der Baukörper der Cave setzt sich durch seine Höhenentwicklung ab und bildet eine architektonisch prägnante Form.

Fassadenkonzept
Das Gebäude erhält eine Fassade, die sowohl Nutzern wie Passanten ein Spiel mit Wahrnehmung, Erkenntnis, Wirklichkeit und Illusion bietet. Dieses Ziel wird mit einfachsten konstruktiven Mitteln verfolgt. Durch die Gestaltung der Fassaden mit spiegelnder bzw. projektierter Oberfläche erhält der Pavillon eine zweite Wahrnehmungsebene. Die Prozesse im Inneren des Gebäudes werden auf diese Weise nach außen getragen - das Haus selbst wird zum Projektor. Das mit Metallpigment bedampfte Isolierglas erzeugt einen hohen Grad an Reflexion der Umgebung, ermöglicht jedoch je nach Tageszeit und Nutzung unterschiedliche Einblicke ins Gebäude. Das Sonnenschutzglas erlaubt es, mittels einer Projektion von Innen auf der Außenseite ein Bild zu zeigen. Die Überlagerung von Spiegelung, Innenraum und Projektion schafft ein dem Begriff Virtual Reality entsprechendes Fassadenthema. 
 

Projektbeteiligte

Bauherr und Projektentwicklung/Projektleitung:
Land Baden-Württemberg vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg,
Amt Mannheim

Architekt:
Staab Architekten, Berlin (Planung)
mit Hartmann & Hauss Architekten, Heidelberg (Bauleitung)

Tragwerksplanung:
Herzog + Partner, Mannheim

Planung Heizung, Lüftung, Sanitär:
Ingenieurbüro Halter, Otterstadt

Planung Elektrotechnik:
tfi Ingenieure, Mannheim

Planung VR-System:
Trivit AG, Ravensburg mit IMSYS, Leonberg

Brandschutz:
Ingenieurbüro Bautechnischer Brandschutz, Leipzig

Sicherheits- und Gesundheitskoordinator:
Baukoordination Hofmann, Birkenau

Planung Freianlagen:
Staab Architekten, Berlin (Konzept)
mit M. u. T. Landschaftsarchitekten, Ludwigshafen (Planung und Ausführung)

Gesamtbaukosten:
1,25 Mio. €

Bauzeit:
11/2012 bis 08/2014

Der Neubau Kompetenzzentrum Virtual Engineering der Hochschule Mannheim wurde mit der Hugo-Häring-Auszeichnung 2017 gewürdigt. Vergeben wird diese Architektur-Auszeichnung für vorbildliches Bauen vom Landesverband Baden Württemberg des Bundes Deutscher Architekten, BDA. 

Weitere Informationen zur Hugo-Häring-Auszeichnung 
Flyer 

 

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